Gerhard Delling

Bei Fairplay fällt mir vor allem die Fußballweltmeister-schaft ein und nicht nur diese, sondern auch die davor und danach und besonders große Turniere. In der Internationalität einer Fußballweltmeisterschaft zeigt sich häufig, dass es die bekannten Probleme gar nicht geben muss. Sport hat in dem Sinne verbindende Wirkung und ich glaube dass es da ganz wichtig ist, dass man da auch auf die Etikette achtet, dass z.B. die Schwalbenmanie etc. nicht sein muss.

Prof. Dr. Rolf Dierichs

Prof. Dr. Dr. h.c. Rolf Dierichs Vorstandsvorsitzender

Ich halte die Notwendigkeit zur Fairness für eine der wesentlichen Voraussetzungen für das Funktionieren menschlicher Gemeinschaften. Gerade dort, wo Reibungsmomente aufgrund eingeschränkter Ressourcen nahezu vorgegeben sind, ist die Fairness ein ausgezeichnetes Mittel, Reibungen zu minimieren. In früheren Jahren gab es den Begriff des Gentleman-Ideals, das Fairness gerade von sozial Höherstehenden fordert. Leider zeigen uns die Beispiele des täglichen Lebens, insbesondere aus Wirtschaft und Politik, dass dergleichen nahezu gänzlich abhanden gekommen ist.

Um solche Sozialnormen zu verinnerlichen, bedarf es des Lernbeginns im frühen Alter. Und es bedarf eines Lernumfeldes, das zum einen die praktische Ausübung ermöglicht, zum anderen aber auch Chancen zur Erfahrung des Gegenteils eröffnet. Hier ist der Sport, der ja feste und begreifbare Regeln besitzt, gegen die man aber auch mal verstoßen kann, ein ideales Trainingsfeld. Und das gilt nicht nur für den Akteur, sondern auch für den Fan, den Zuschauer. So bin ich überzeugt davon, dass die von der Stiftung „Fair-Play“ gesteckten Ziele eine Richtung in eine bessere Kultur vorgeben.